Abschied von Pfarrerin Steffi Wist

Steffi Wist
Bildrechte: Kitty Fried

Seit November 2008 bin ich Pfarrerin in der Michaelskirchengemeinde. Es waren zwölf schöne, herausfordernde und sehr segensreiche Jahre für mich und für uns als Familie. Wir sind in Ottobrunn heimisch geworden und unsere Kinder David und Debora sind hier aufgewachsen. Beide haben viele Jahre das Evang. Kinderhaus Ottobrunn besucht und dort wertvolle Begleitung im Wachsen und Werden erfahren. Vielen Dank dafür!

Wichtig ist es mir immer gewesen, Menschen zu begleiten, zuzuhören und da zu sein. Ich bin dankbar für viele segensreiche Begegnungen bei persönlichen Gesprächen, Gottesdiensten, Taufen, Trauungen, Beerdigungen und Konfirmationen und vielen anderen Gelegenheiten. Vielen Dank für Ihr und Euer Vertrauen in mich! Ich empfinde die Möglichkeit, Menschen und ihre Geschichte kennen zu lernen, von ihrer Freude und ihrem Schmerz zu erfahren als kostbares Geschenk. Mit großer Freude und Begeisterung war ich in den vergangenen zwölf Jahren in der Michaelskirchengemeinde tätig. Ich habe die Aufgeschlossenheit und Lebendigkeit genossen und die Möglichkeit geschätzt, vertraute und neue Wege zu beschreiten und mich auszuprobieren. In der Kantorei hatte ich die Möglichkeit, wieder im Chor zu singen. Die Aufführungen mit der Kantorei, das gemeinsame Singen und die Gemeinschaft waren wunderbar.

Neben vielen Aufgaben als Pfarrerin waren meine Arbeitsgebiete die Arbeit mit Kindern und Familien sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Beide sind Arbeitsgebiete, in denen ich sehr gerne tätig war. Die Arbeit mit Kindern und Familien und die religionspädagogische Arbeit mit den Kindern in den Kindereinrichtungen, dem Evang. Kinderhaus Ottobrunn, dem Evang. Kindergarten Floriansanger Neubiberg und der Evang. Kinderkrippe Ottobrunn hat mich unendlich bereichert. Ich war immer dankbar für die Möglichkeit, für Kinder den reichen und wunderbaren Schatz biblischer Geschichten und Gottes frohe Botschaft lebendig werden zu lassen. Natürlich war mir mein Rabe Rudi dabei eine große Hilfe 😊. Mir war es immer ein Anliegen, dass Kinder und Familien ganz selbstverständlich einen Platz in unserer Gemeinde finden, sich zuhause und angenommen fühlen.

Das Arbeitsfeld der Öffentlichkeitsarbeit hat sich in den vergangenen zwölf Jahren sehr verändert. Die Möglichkeiten, Menschen zu erreichen und über unsere Kirchengemeinde auf dem Laufenden zu halten, sind vielfältiger und schneller geworden. Eine ansprechende Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit, die alle Generationen anspricht und die verschiedenen Kommunikationswege dafür nutzt, war mir immer ein besonderes Anliegen. Wir haben eine wunderbare Botschaft zu verkündigen und ein ansprechendes Angebot in unserer Kirchengemeinde und davon dürfen die Menschen auch in angemessener Form erfahren.

Ich bin voll Dankbarkeit für die vergangenen zwölf Jahre hier in der Michaelskirchengemeinde, die mich als Pfarrerin geprägt haben und mich – nach allen Ausbildungsphasen – haben reifen lassen. Ich habe hier die Möglichkeit gefunden, meine Ideen einzubringen und zu gestalten. Am wichtigsten war mir das Zusammensein und Zusammenarbeiten mit anderen Menschen, im Team, mit meinen Kolleginnen und Kollegen, allen haupt-, neben- und ehrenamtlich in der Gemeinde Tätigen. Vielen Dank für die gemeinsame Zeit, für die Suche nach geeigneten Wegen, für manches Ringen um eine Lösung, für das gemeinsame Lachen und Weinen, für das Aushalten meiner kreativen Spinnereien. Sollte ich auf diesem Wege jemanden verletzt haben, bitte ich von ganzem Herzen um Verzeihung. Dankbar bin ich für mein Vertrauen auf einen Gott, der mich in den vergangenen Jahren begleitet und geleitet hat und von dem ich gerne erzähle, predige und zu dem ich beten und alles vor ihn bringen darf.

Auf mich wartet nun eine neue Herausforderung in der Christuskirche München-Neuhausen. Ich werde dort im Februar die 2. Pfarrstelle mit Pfarramtsführung übernehmen. Wir als Familie ziehen nach Weihnachten bereits nach Neuhausen um. Meine Verabschiedung ist für den 17. Januar um 15 Uhr geplant. Da die Anzahl der Gottesdienstbesucher aufgrund der Abstandsregelungen begrenzt ist, wird eine Teilnahme auch von zu Hause über Zoom möglich sein. Die Zugangsdaten entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender auf unserer Homepage. Ich hoffe, dass nach dem Gottesdienst die Möglichkeit besteht, dass wir, unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregelungen draußen vor der Michaelskirche noch ins Gespräch kommen und persönlich voneinander Abschied nehmen können.

Ihnen und all Ihren Lieben wünsche ich Gottes Segen.
Bleiben Sie gesund und behütet! Ihre Pfarrerin Stefanie Wist