Lichtblicke

 

Die Erkenntnis

Von einem Baum hat man mich gepflückt. Verbotenerweise.

Doch bin ich der Schlüssel zur Freiheit: Was gut ist, weiß du durch mich, und auch was böse ist.

In wahr oder falsch gehe ich nicht auf, liege oft dazwischen.

Verschiedene Namen hat man mir in allen Sprachen gegeben und Bilder für mich gesucht:

 “Quelle“ gefällt mir gut.

Nicht nur Propheten und Philosophen jagen mir nach, auch wenn ich unbequem bin.

Für schwärmerisch halten sie mich heute nicht mehr.

Meine Maxime ist die Vernunft. Wenn du in den Spiegel blickst, siehst du mich.

Schemenhaft erkennst du mich, ein dunkles Bild.

Falle nicht auf dich selbst rein, wenn du meinst, mich zu besitzen.

Dann hast du noch nichts von mir verstanden.

Du kannst mit mir Berge versetzen und doch bleibe ich ein Geheimnis.

Um mich zu entschlüsseln, brauchst du die Liebe.

Ohne sie bin ich nichts.

Aber mit ihr: wunderbar

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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