Lichtblicke

Wolken Wind
Bildrechte: frei - unsplash

Durchlüften

Dieses Jahr bin ich zur Meisterin im Durchlüften geworden: Damit ich andere nicht anstecke, reiße ich regelmäßig die Fenster auf. Bloß keine Aerosole!
Doch seit Montag passiert auch noch etwas anderes. Wenn ich das Fenster aufreiße, weht mir der Herbstwind ins Gesicht. Frisch! Nicht nur das Zimmer, sondern auch ich werde durchgelüftet. Das tut gut und bringt mich auf neue Gedanken.
Im Alten Testament heißt der Wind „Ruach“. Dieses Wort klingt genau nach dem, was es bedeutet: Ruach – da rascheln die Blätter und es pustet einen so richtig durch! Ungefähr 400 Mal kommt Ruach im Alten Testament vor. Meistens, wenn Gott jemanden so richtig durchlüften will! Zum Beispiel in der Schöpfungsgeschichte: Am Anfang war alles wüst und leer. Dann schickt Gott seinen Wind: Er wirbelt alles auf und das Leben beginnt.
Ruach – das bedeutet nicht nur Wind, sondern auch Geist. Das ist viel mehr als nur ein Wetterphänomen: Ruach ist Atem Gottes, Heiliger Geist!
Ich finde das eine tolle Vorstellung: Ich öffne mein Fenster und lasse mir den Herbstwind ins Gesicht pusten. Ruach, Gottes Geist, weht und darf mein Leben ordentlich durchlüften!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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